Über Pellworm

 Historie

 

Die heutige Insel Pellworm war vor Jahrhunderten einmal Teil des Festlandes. Der Anstieg des Meeresspiegels und schwere Sturmfluten veränderten die Küstenlandschaft nachhaltig. Nach großen Landverlusten im 14. Jahrhundert waren Pellworm und Nordstrand noch bis zur Flut von 1634 eine große Insel. Die Sturmflut vom 12. Oktober 1634 trennte die Inseln voneinander. Nach dieser Naturkatastrophe hat die Insel Pellworm eine völlig eigenständige Entwicklung erlebt. Pellworm begann unter schwierigsten Bedingungen die Insel wieder zu bedeichen. Diese Eindeichungsarbeiten dauerten bis ins Jahr 1687. Der „jüngste“ Teil von Pellworm, der Bupheverkoog, wurde erst im Jahre 1938 eingedeicht. Auf Pellworm hat sich im Laufe der Jahre neben der Landwirtschaft auch ein sanfter Tourismus entwickelt.

 

 

Der Untergang Rungholts

 

Die Deiche des Mittelalters waren durchweg zu niedrig und konnten der Nordsee auf Dauer nicht standhalten. Große Landverluste waren die Folge. Wo sich heute in der Nähe Pellworms die Hallig Südfall aus dem Wasser erhebt, lag einst das sagenhafte Rungholt, das der Dichter Detlev von Liliencron in seiner Ballade „Trutz Blanke Hans“ beschreibt. Rungholt war zu seiner Zeit eine bedeutende Hafenstadt an der Westküste. Die Bewohner betrieben ausgedehnten Handel mit fernen Ländern und die Sage berichtet von dem großen Reichtum der Stadt. Das Jahr 1362 wurde der Hafenstadt Rungholt zum Verhängnis. In einer Jahrhunderflut wurden die Stadt und das umliegende Land vollkommen zerstört. Noch heute spricht man von der Rungholtflut als die „Grote Mandrenke“.

 

Im Jahre 1921 kam durch den Nordstrander Heimatforscher Andreas Busch die Rungfoltforschung in Gang. Andreas Busch fand im Watt viele Spuren der alten Hafenstadt.

 

Zum Gedenken an das Schicksal Rungholts und der vielen im Laufe der Jahrhunderte untergegangenen Dörfer und Siedlungen finden alljährlich im Mai auf Pellworm die „Rungholttage“ statt. Interessante Vorträge, Museumsführungen, Wattexkursionen und Wanderungen zu noch vorhandenen Kulturspuren im Watt prägen das Programm der Rungholttage.

 

 

Alte Kirche

 

Die Alte Kirche St. Salvator liegt im Westen der Insel im Alten Koog. Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war wahrscheinlich ursprünglich ein Holzbau. Der heutige Bau von St. Salvator stammt aus der Zeit um 1200. Im Jahre 1611 stürzte die Osthälfte des Kirchturms ein. Die Turmruine ist ca. 29 m hoch. Sie ist heute das Wahrzeichen der Insel und dient auch den Schiffen als Landmarke. In der Alten Kirche befindet sich eine Arp-Schnitger-Orgel aus dem Jahre 1711, auf der im Sommer viele Orgelkonzerte mit namhaften Künstlern gegeben werden. Sehenswert ist auch der Klappflügelaltar aus dem 15. Jahrhundert und die Bronzetaufe von 1475.

 

 

Mehr Infos: www.pellworm.de

Über Pellworm

 Historie

 

Die heutige Insel Pellworm war vor Jahrhunderten einmal Teil des Festlandes. Der Anstieg des Meeresspiegels und schwere Sturmfluten veränderten die Küstenlandschaft nachhaltig. Nach großen Landverlusten im 14. Jahrhundert waren Pellworm und Nordstrand noch bis zur Flut von 1634 eine große Insel. Die Sturmflut vom 12. Oktober 1634 trennte die Inseln voneinander. Nach dieser Naturkatastrophe hat die Insel Pellworm eine völlig eigenständige Entwicklung erlebt. Pellworm begann unter schwierigsten Bedingungen die Insel wieder zu bedeichen. Diese Eindeichungsarbeiten dauerten bis ins Jahr 1687. Der „jüngste“ Teil von Pellworm, der Bupheverkoog, wurde erst im Jahre 1938 eingedeicht. Auf Pellworm hat sich im Laufe der Jahre neben der Landwirtschaft auch ein sanfter Tourismus entwickelt.

 

 

Der Untergang Rungholts

 

Die Deiche des Mittelalters waren durchweg zu niedrig und konnten der Nordsee auf Dauer nicht standhalten. Große Landverluste waren die Folge. Wo sich heute in der Nähe Pellworms die Hallig Südfall aus dem Wasser erhebt, lag einst das sagenhafte Rungholt, das der Dichter Detlev von Liliencron in seiner Ballade „Trutz Blanke Hans“ beschreibt. Rungholt war zu seiner Zeit eine bedeutende Hafenstadt an der Westküste. Die Bewohner betrieben ausgedehnten Handel mit fernen Ländern und die Sage berichtet von dem großen Reichtum der Stadt. Das Jahr 1362 wurde der Hafenstadt Rungholt zum Verhängnis. In einer Jahrhunderflut wurden die Stadt und das umliegende Land vollkommen zerstört. Noch heute spricht man von der Rungholtflut als die „Grote Mandrenke“.

 

Im Jahre 1921 kam durch den Nordstrander Heimatforscher Andreas Busch die Rungfoltforschung in Gang. Andreas Busch fand im Watt viele Spuren der alten Hafenstadt.

 

Zum Gedenken an das Schicksal Rungholts und der vielen im Laufe der Jahrhunderte untergegangenen Dörfer und Siedlungen finden alljährlich im Mai auf Pellworm die „Rungholttage“ statt. Interessante Vorträge, Museumsführungen, Wattexkursionen und Wanderungen zu noch vorhandenen Kulturspuren im Watt prägen das Programm der Rungholttage.

 

 

Alte Kirche

 

Die Alte Kirche St. Salvator liegt im Westen der Insel im Alten Koog. Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war wahrscheinlich ursprünglich ein Holzbau. Der heutige Bau von St. Salvator stammt aus der Zeit um 1200. Im Jahre 1611 stürzte die Osthälfte des Kirchturms ein. Die Turmruine ist ca. 29 m hoch. Sie ist heute das Wahrzeichen der Insel und dient auch den Schiffen als Landmarke. In der Alten Kirche befindet sich eine Arp-Schnitger-Orgel aus dem Jahre 1711, auf der im Sommer viele Orgelkonzerte mit namhaften Künstlern gegeben werden. Sehenswert ist auch der Klappflügelaltar aus dem 15. Jahrhundert und die Bronzetaufe von 1475.

 

 

Mehr Infos: www.pellworm.de