Hochzeiten auf einem Fischkutter sind bis auf weiteres nicht möglich.

 

Seehochzeit auf einem Krabbenkutter

Im Pellwormer Hafen liegen noch einige Fischkutter, die von Sonntagabend bis Freitag in den Gewässern rund um Pellworm auf Krabbenfang gehen.

 

Gleich vorne an der Schleuse liegt der „Hochzeitskutter“, bereit ein Brautpaar in den Hafen der Ehe zu fahren.

Bei auflaufendem Wasser, sobald sich das Hafenbecken wieder mit Wasser füllt und der Kutter die berühmte Handbreit Wasser unter dem Kiel hat, startet der Kapitän und Fischereimeister den Schiffsmotor, löst die Leinen von den Pollern und die Fahrt in den Hafen der Ehe kann beginnen.

 

Wenn das Wetter es zulässt, geht es vorbei am Fähranleger Richtung Unterfeuer des Pellwormer Leuchtturmes, in Sichtweite des ehemaligen geheimnisvollen Rungholt – in der Nähe der Hallig Südfall. Bei guter Sicht ist sogar der berühmte Leuchtturm von Westerhever deutlich in der Ferne erkennbar.

 

Der Standesbeamte, Herr Clausen, beginnt mit der Trauungszeremonie,

 sobald Anker geworfen wurde. Nach dem JA-Wort erklingt weit über das Meer die Schiffsglocke – ein uralter Brauch aus der Zeit der Segelschiff-fahrt, der einst Ende und Neubeginn der Schiffswache anzeigte. Hier wird nun die Schiffswache zur „Lebenswache“.

 

Nach dem juristischen, schriftlichen Teil der standesamtlichen Seehochzeit wird auf das gemeinsame Wohl des Brautpaares mit Sekt angestoßen und es bleibt noch genügend Zeit, um sich vom Kapitän die Fangmethode auf einem Krabbenkutter und vieles mehr erklären zu lassen.

 

Nach rd. 2 Stunden legen wir wieder an der Kaimauer an.

 

Information: für max. 4 Personen und nur an einem Sonnabend möglich.